Bauchstraffung

Kurz-Info:

Klinikaufenthalt: ambulant bis ca. 3 Tage
Operationsdauer: ca. 2 Stunden
Narkoseart: Vollnarkose
Nachbehandlung: Kompressionskleidung für ca. 6 bis 8 Wo.
Sportpause: ca. 6 Wochen
Gesellschaftsfähigkeit: nach ca. 2 Wochen
Endgültiges Ergebnis: nach ca. 3 bis 6 Monaten

Wenn das Gewebe an Elastizität verliert

Die Festigkeit des Bindegewebes lässt mit fortschreitendem Lebensalter deutlich nach. Das liegt vor allem daran, dass die körpereigene Produktion von Kollagen und Elastin mit den Jahren stetig zurückgeht. Die Folge: ein deutlicher Elastizitätsverlust von Haut und Gewebe – das zeigt sich auch am Bauch. Besonders durch Schwangerschaften und starke Gewichtsschwankungen sind Bauch und Taille großen Belastungen ausgesetzt. Häufig kann sich die überdehnte Haut nicht mehr zurückbilden. Der erschlaffte Hautmantel und das darunterliegende Gewebe bilden unschöne Haut- oder Fettschürzen. Gegen dieses Phänomen können weder Sport noch Massagen etwas ausrichten. Hier bleibt nur eine Bauchstraffung (Abdominoplastik), bei der das überschüssige Gewebe operativ entfernt wird.

Durch eine Bauchstraffung zum besseren Körpergefühl

Ein flacher Bauch und eine schlanke Taille sind wichtiger Bestandteil einer harmonischen Körpersilhouette. Für viele Frauen bedeutet der Verlust der Bikinifigur eine seelische Belastung. Nur wenige können sich damit abfinden, auf bewundernde Blicke am Strand verzichten zu müssen und wünschen sich den schönen straffen Bauch von einst zurück. Eine Bauchdeckenstraffung kann diesen Wunsch erfüllen und sorgt dafür, dass Sie sich in Ihrem Körper wieder wohlfühlen.

Für wen ist eine Bauchstraffung sinnvoll?

Es gibt zahlreiche Indikationen, die eine Bauchstraffung sinnvoll machen. Besonders eine mit viel Disziplin erkämpfte deutliche Gewichtsreduktion birgt erhebliches Frustrationspotenzial. Die überflüssigen Pfunde sind verschwunden und das Übergewicht gehört der Vergangenheit an. Doch was geschieht mit dem erschlafften Hautmantel, der nun seinerseits den Blick in den Spiegel zur Qual macht? Je älter Betroffene sind, desto deutlicher zeigen sich die Hinterlassenschaften einer Gewichtsabnahme. Haut und Gewebe verlieren zunehmend die Fähigkeit, sich wieder zusammenzuziehen und können sich nicht mehr den neuen Gegebenheiten anpassen.

Auch durchgemachte Schwangerschaften haben einen ähnlichen Effekt. Zwar ist das Mutterglück perfekt, doch bleiben deutliche Spuren im Bauchbereich zurück. Nicht nur lockeres schwammiges Gewebe an Bauch und Taille, sondern auch unansehnliche Schwangerschaftsstreifen machen Müttern zu schaffen. Nicht zuletzt verschafft ein abgesunkener Hautmantel am Bauch eventuellen Narben ungewollte Aufmerksamkeit. Sind Narben einer Blinddarmoperation oder eines Kaiserschnitts von erschlafftem Gewebe umgeben, fallen sie besonders stark ins Auge. Im Rahmen einer Bauchstraffung lassen sich auch Narben und Schwangerschaftsstreifen reduzieren.

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Bei einer Bauchdeckenstraffung können wir gegebenenfalls eine sogenannte Hernie mitbehandeln, indem wir die Lücke in der Bauchmuskulatur schließen, durch die sich Bauchinhalt nach außen vorwölbt. Auch eine andere Anomalie, bei der die geraden Bauchmuskeln in der Bauchmitte deutlich auseinanderweichen, kann im Rahmen einer Bauchdeckenstraffung behoben werden. Eine sogenannte Rektusdiastase lässt sich durch das operative Zusammenführen der betreffenden Bauchmuskeln gut korrigieren.

Eine Bauchstraffung kann mit einer Fettabsaugung (Liposuktion) kombiniert werden. Trotzdem ist der Eingriff keineswegs ein geeignetes Mittel zur Gewichtsreduktion. Eine Bauchdeckenstraffung ist erst dann sinnvoll, wenn das Wunschgewicht weitgehend erreicht wurde. Wenn Sie sich für eine Bauchstraffung entschließen, sollte Ihre Familienplanung idealerweise bereits abgeschlossen sein.

Das geschieht bei einer Bauchstraffung

Bei einer Bauchstraffung kommen je nach Ausgangsbefund verschiedene Operationsverfahren zum Tragen, die sich auch von der Schnittführung her unterscheiden. Plastisch-ästhetische Chirurgen differenzieren zwischen einer kompletten und einer kleinen Bauchdeckenstraffung. Welche davon zum Einsatz kommt, hängt wesentlich davon ab, wie stark der Hautüberschuss ist.

Welche OP-Technik bei Ihnen zum gewünschten Ergebnis führt, wird Dr. Riedel nach einer ersten Einschätzung Ihrer individuellen Ausgangslage ausführlich mit Ihnen besprechen. Ein vertrauensvolles Arzt-Patienten-Gespräch lässt genug Raum, um alle wesentlichen Aspekte einer Bauchdeckenstraffung zu erörtern. Hier ist auch Platz für Ihre Fragen und eventuelle Bedenken. Gerne erklärt Ihnen Dr. Riedel genau Vorgehensweise und Ablauf und informiert Sie über die damit verbundenen Operationsrisiken.

Die komplette Bauchdeckenstraffung

Bei diesem umfassenden Eingriff wird die gesamte Bauchdecke in die Straffung einbezogen. Dieses Verfahren eignet sich am besten, wenn der Erschlaffungsgrad des Gewebes weit fortgeschritten ist und sich bereits deutliche Hautschürzen gebildet haben. Zu Beginn des Eingriffs setzen wir einen horizontal verlaufenden Schnitt in der Bikinizone, der von Beckenkamm zu Beckenkamm verläuft. Bei sehr großen Hautüberschüssen ist mitunter ein zusätzlicher senkrecht verlaufender Schnitt erforderlich. Im nächsten Schritt wird die Oberhaut sorgfältig von darunterliegenden Gewebestrukturen frei präpariert und entsprechend angepasst. Um ein nachhaltiges Ergebnis zu erzielen, beziehen wir meist auch die Bauchmuskulatur in die Straffung ein. Durch die Zusammenführung der Bauchmuskeln ist nicht nur ein straffer Bauch, sondern auch eine Konturierung und Betonung der Taille zu erreichen. Da bei einer kompletten Bauchdeckenstraffung umfangreiche Hautüberschüsse entfernt werden, ist auch eine Neuplatzierung des Bauchnabels erforderlich. Er wird abschließend in seiner natürlichen Position in das Gewebe eingebracht.

Die kleine Bauchdeckenstraffung

Dieses Verfahren ist weit weniger aufwendig als eine komplette Bauchstraffung. Wir wählen diese Operationstechnik, wenn die Hautüberschüsse eher gering sind. Der Eingriff beschränkt sich auf einen bestimmten Bauchbereich – meist auf den Unterbauch. Hier reicht für die Straffung ein waagrechter Schnitt über dem Schambein aus. Er ist in der Regel kürzer als bei einer kompletten Bauchdeckenstraffung. Der Bauchnabel wird hier meist nicht in den Eingriff einbezogen und verbleibt in seiner Position.

Beide Eingriffe werden in Vollnarkose durchgeführt und nehmen etwa 2 Stunden in Anspruch. Unter Umständen kann eine Bauchstraffung auch ambulant durchgeführt werden – das hängt vorrangig vom Umfang des Eingriffs ab. Allerdings empfehlen wir Ihnen einen kurzen Klinikaufenthalt von 1 – 3 Tagen, da Sie in der Klinik die bestmögliche Nachsorge genießen und optimale Bedingungen vorfinden, um sich von der Operation etwas zu erholen, bevor Sie nach Hause zurückkehren.

Was erwartet Sie nach einer Bauchstraffung?

Nach einer Bauchdeckenstraffung können durch die operative Mobilisierung des Muskelgewebes Schmerzen auftreten, die jedoch in der Regel gut mit entsprechender Medikation zu beherrschen sind. Direkt nach der Operation legen wir Ihnen ein Kompressionsmieder an, das Ihren Bauch in Form hält. Um einen optimalen Wundheilungsverlauf und ein gutes Ergebnis zu gewährleisten, sollten Sie dieses Mieder in den nächsten 6 – 8 Wochen stetig tragen. Bereits nach 2 Wochen können Sie sich ungehindert in der Gesellschaft bewegen und wieder Ihrer Arbeit nachgehen. Allerdings sollten Sie sich unbedingt körperlich für 6 Wochen schonen. Um das Ergebnis nicht zu gefährden, sind in diesem Zeitraum körperlich anstrengende Tätigkeiten und auch Sport tabu.

Nach 3 – 6 Monaten ist die Regeneration des Gewebes in den meisten Fällen vollständig abgeschlossen. Dann sind die zuvor noch geröteten Narben deutlich verblasst und fallen kaum noch auf. Jetzt können Sie sich beim Blick in den Spiegel über einen jugendlich straffen Bauch freuen.

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Dr. Günther Riedel
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