Fadenlifting

Fadenlifting
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Fadenlifting: innovative Methode der Faltenbehandlung

Klinikaufenthalt: ambulant
Operationsdauer: ca. 45 Minuten
Narkoseart: örtliche Betäubung (ggf. auch Dämmerschlaf oder Vollnarkose)
Nachbehandlung: Kühlung
Sportpause: 1 Tag
Gesellschaftsfähigkeit: nach 1 Tag
Endgültiges Ergebnis: sofort

  • Was ist das Fadenlifting?
  • Welche Fäden werden verwendet?
  • Augenfalten, Nasolabialfalten und Zornesfalten – typische Anwendungsbereiche des Fadenliftings
  • Behandlung von Cellulite mittels Fadenlifting
  • Für wen ist ein Fadenlifting ungeeignet?
  • Ergebnisse nach Fadenlifting
  • Haltbarkeit des Fadenliftings
  • Risiken der Faltenbehandlung mittels Fadenlifting
    • Falten gehören zum normalen Reifungsprozess der Haut dazu. Sie spiegeln die Geschichten unseres Lebens wider und verleihen uns Natürlichkeit. Doch einige Falten stören uns auch. Besonders die Zornesfalten im Bereich der Stirn oder Krähenfüße um die Augen gehören zu den unliebsamen Boten des Alterungsprozesses.

      Mittels Fadenlifting lassen sich solche Falten schonend und nachhaltig behandeln und Gesichtskonturen straffen. Dabei werden abbaubare Fäden in örtlicher Betäubung in die Haut eingebracht. Diese ziehen die Haut sanft in die gewünschte Richtung und führen so zu einer schonenden Gesichtsverjüngung. Aufgrund der mechanischen Reizung produziert der Körper vermehrt Bindegewebe, das die Haut unterfüttert und erschlaffte Konturen auffüllt.

      Die Behandlungsdauer beträgt unter einer Stunde (etwa 30 bis 45 Minuten) und es entstehen keine sichtbaren Narben. Allerdings eignet sich das Verfahren nicht für jeden Patienten. Eine umfassende Untersuchung der Haut sollte vor jeder hautstraffenden Maßnahme stehen.

      Was ist das Fadenlifting?

      Das Fadenlifting ist eine schonende Maßnahme zur Gesichtsverjüngung. Die Behandlung strafft Falten und verfeinert die Gesichtskonturen. © Solarisys, Fotolia

      Das Fadenlifting ist eine schonende Maßnahme zur Gesichtsverjüngung. Die Behandlung strafft Falten und verfeinert die Gesichtskonturen. © Solarisys, Fotolia

      Das Fadenlifting ist eine innovative Methode zur Faltenbehandlung und Hautstraffung, die ohne Operation auskommt. Nach einer örtlichen Betäubung und Desinfektion des Anwendungsgebietes werden resorbierbare Fäden in die Haut eingeführt. Feine Widerhaken verankern den Faden im Unterhautfettgewebe und sorgen dafür, dass er nur in eine Richtung gleiten kann. Neben der Anhebung des Gesichtsgewebes durch den Fadenzug zählt eine dezente Volumenvergrößerung des Unterhautfettgewebes zu den Vorteilen des Fadenliftings. Ursächlich ist die mechanische Reizung durch den Faden, wodurch das Gewebe aktiviert wird und vermehrt Bindegewebe produziert.

      Da es sich um ein minimalinvasives Verfahren handelt, bleiben keine sichtbaren Narben zurück. Das Gewebe erholt sich schneller als beim herkömmlichen Facelifting, das mit einem operativen Eingriff verbunden ist. Auf diese Weise fallen auch die Schmerzbelastung und das Risiko von Entzündungen für den Patienten geringer aus. Da die Behandlung ambulant durchgeführt wird, kann der Patient noch am gleichen Tag nach Hause entlassen werden.

      Welche Fäden werden verwendet?

      Für die Behandlung werden verschiedene Fadentypen verwendet, die sich in ihrem Durchmesser, der Länge und der Oberflächenbeschaffenheit unterscheiden. Die Auswahl des geeigneten Fadens hängt unter anderem vom Anwendungsbereich ab und wird in Absprache mit dem behandelnden Facharzt getroffen. In unserer Praxis verwenden wir ausschließlich Fäden aus Polydioxanon (PDO). Fäden aus diesem Material werden bereits seit über 20 Jahren für chirurgische Operationen eingesetzt. Sie sind gut verträglich und das Gewebe resorbiert sie nach etwa 12 bis 18 Monaten. Bei korrekter Einbringung ins Unterhautfettgewebe ist eine Narbenbildung ausgeschlossen.

      Augenfalten, Nasolabialfalten und Zornesfalten – typische Anwendungsbereiche des Fadenliftings

      Falten im Bereich des Gesichts zählen zu den hauptsächlichen Anwendungsgebieten des Fadenliftings. Sie sind oft unschön und fallen direkt ins Auge. Daher entscheiden sich immer mehr Menschen für eine Faltenkorrektur mittels minimalinvasivem Fadenlifting. Auf diese Weise lassen sich fast alle Falten im Bereich des Gesichtes und Halses vermindern und glätten. Häufige Anwendungsgebiete sind beispielsweise die Nasolabialfalte oder auch die Zornesfalte an der Stirn. Zudem können abgesunkene Wangenpartien oder Augenbrauen durch die Technik des Fadenliftings angehoben werden, sodass eine jugendliche Gesichtskontur wiederhergestellt wird.

      Aber auch Falten im Bereich des Halses und Dekolletés oder eine Cellulitebehandlung an großflächigen Körperpartien wie Gesäß, Oberschenkel oder Bauch kommen für die Behandlung infrage.

      Zornesfalte im Gesicht

      Die sogenannte Zornesfalte im Bereich der Stirn lässt sich meist gut mittels Fadenlifting behandeln. © Angelina, Fotolia

      Anwendungsbereiche:

      • Augen (z. B. „Krähenfüße“)
      • abgesunkene Augenbrauen
      • Nasolabialfalte
      • Hals/Dekolleté
      • Stirn (z. B. Zornesfalte)
      • Wangen (“Hängebäckchen”)
      • Unterkiefer
      • Hände
      • Arm- und Oberschenkelinnenseiten
      • Knie
      • Gesäß
      • Bauch

      Behandlung von Cellulite mittels Fadenlifting

      Vor allem bei der Faltenbehandlung im Bereich des Gesichts erzielt das Fadenlifting immer bessere und nachhaltigere Ergebnisse. Aber auch die Behandlung von Bindegewebsschwäche (Cellulite) rückt weiter in den Fokus. Im Vergleich zu den gängigen Therapieverfahren wie Lymphdrainage, Ultraschall- oder Kältebehandlungen ist das Fadenlifting mit weniger Zeit und Aufwand für den Patienten verbunden.

      Bei der Behandlung wird die Nadel, die den Faden führt, etwa 5 Millimeter ins Unterhautfettgewebe eingeführt. Danach neigt der behandelnde Facharzt die Nadel um 90 Grad und führt sie unter der Haut entlang, sodass der Faden an allen Stellen gleichmäßig tief verläuft.

      Der in die Haut eingebrachte Faden bewirkt eine Aktivierung des Gewebes, das vermehrt Kollagen, Hyaluronsäure und Elastin, eine Grundsubstanz jedes elastischen Gewebes, produziert. Erste Ergebnisse sind unmittelbar nach der Behandlung sichtbar.

      Die mechanische Reizung der Haut durch das Fadenlifting regt das Unterhautfettgewebe zur Bildung von Bindegewebe und Kollagen an. Dieser Prozess führt zu einem nachhaltig gestrafften Hautbild. © visivasnc, Fotolia

      Die mechanische Reizung der Haut durch das Fadenlifting regt das Unterhautfettgewebe zur Bildung von Bindegewebe und Kollagen an. Dieser Prozess führt zu einem nachhaltig gestrafften Hautbild. © visivasnc, Fotolia

      Für wen ist ein Fadenlifting ungeeignet?

      Einige Kontraindikationen schließen eine Behandlung mittels Fadenlifting aus. Dazu gehören:

      • die dauerhafte Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten (z. B. Marcumar, ASS)
      • Schwangerschaft und Stillzeit
      • Chemotherapie
      • akute Infektionen
      • Wundheilungsstörungen
      • Autoimmunerkrankungen
      • Diabetes mellitus
      • Entzündungen im Bereich der Anwendung
      • Allergien auf bestimmte Materialien
      • hypertrophe (übermäßige) Narbenbildung

      Ergebnisse nach Fadenlifting

      Direkt nach der Behandlung ist das Gesicht an den Eintrittsstellen der Fäden oft leicht geschwollen. Erste Ergebnisse des Liftings sind dennoch sofort sichtbar. Bei guter Kühlung der Haut ist die Gesellschafts- und Sportfähigkeit bereits nach einem Tag wiederhergestellt. Die Öffnungen, durch die der Faden in die Haut eingebracht wurde, verbleiben etwa für drei bis vier Tage und sind manchmal als kleine Punkte sichtbar. Sie können allerdings problemlos überschminkt werden. In den meisten Fällen hat sich die Haut nach etwa vier bis sieben Tagen von dem Eingriff vollständig erholt. Dann sind keine Unebenheiten oder Fadeneintrittsstellen mehr erkennbar. Nach etwa zwei Wochen sind die Fäden fest mit dem Gewebe verwachsen.

      Haltbarkeit des Fadenliftings

      Aufgrund der Wirkmechanismen des Fadenliftings dauert der Prozess der Hautstraffung und der Hautglättung meist bis ca. anderthalb Jahre an (12 bis 18 Monate). Das hautglättende Resultat des Fadenliftings bleibt oft für 2 bis 3 Jahre nach dem Fadenlifting sichtbar. Auch nach der Auflösung der Fäden ist das Ergebnis weiterhin sichtbar, da das Unterhautfettgewebe um die Fäden vermehrt Kollagen und Elastin gebildet hat, das die Haut nachhaltig und dauerhaft festigt und strafft. Die Haltbarkeit variiert allerdings aufgrund von anatomischen Besonderheiten von Patient zu Patient. Auch die Technik des Arztes sowie die Beschaffenheit und Anzahl der verwendeten Fäden nehmen Einfluss auf die Dauer der Haltbarkeit. Da die Fäden nicht dauerhaft in der Haut verbleiben und nur mit geringen Komplikationen zu rechnen ist, kann das Fadenlifting mehrfach wiederholt werden.

      Risiken der Faltenbehandlung mittels Fadenlifting

      Da es sich um eine minimalinvasive Behandlung handelt, ist das Fadenlifting bei fachlich korrekter Durchführung nur mit sehr geringen Komplikationen verbunden. Dazu zählen leichte Schwellungen, Blutergüsse oder geringe Schmerzen.

      Um die Komplikationen des Fadenliftings möglichst zu minimieren, sollten nur qualifizierte Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie den Eingriff durchführen. Eine genaue Kenntnis der anatomischen Strukturen ist dafür unerlässlich.

      Andernfalls kann es zu Einblutungen ins Gewebe mit unnötigen Blutergüssen, Schwellungen oder Entzündungen kommen. Werden die Fäden zu oberflächlich gesetzt, können sie unter der Haut durchscheinen und als Unebenheiten sichtbar bleiben. Sind die Fäden einmal mit dem Unterhautfettgewebe verwachsen, ist eine Entfernung schwierig.

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Dr. Günther Riedel, Facharzt für Plastische Chirurgie, Handchirurgie

Dr. med. Günther Riedel
Privatärztliche Praxis für Plastische, Ästhetische und Handchirurgie

Marktstraße 21 (Eingang über Grabenstraße)
65183 Wiesbaden
Tel.: 0611-971 404 94

Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Zusatzbezeichnung Handchirurgie
Email: info@guenther-riedel.de