Sichere und erfolgreiche Methoden zur Bekämpfung von übermäßigen Achselschweiß

Sichere und erfolgreiche Methoden zur Bekämpfung von übermäßigen Achselschweiß
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Jeder Mensch schwitzt – sei es bedingt durch hohe Temperaturen, sportliche Aktivitäten, körperliche Anstrengung oder auch Stress. Eigentlich ist Schwitzen ein ganz natürlicher und gesunder Vorgang, der im menschlichen Organismus eine lebenswichtige Funktion übernimmt. Erhitzt sich der Körper bei heißem Wetter oder durch physische Anstrengung zu sehr, bildet sich auf der Haut ein Schweißfilm, der durch Verdunstung für Abkühlung sorgt. Schweiß fungiert also als natürliche Klimaanlage, die unsere Körpertemperatur konstant auf 37° Grad Celsius hält. Außerdem werden mit dem Schweiß Giftstoffe und Schlacken aus dem Körper ausgeschwemmt. Achselschweiß ist also nicht per se behandlungsbedürftig. Übermäßiges Schwitzen dagegen kann für Betroffene sehr lästig und zum ernsthaften Problem werden.

Die moderne Ästhetisch-Plastische Medizin hält innovative Behandlungsmethoden bereit, die unerwünschtem Achselschweiß den Kampf ansagen. Verfahren wie Injektionen mit Botox oder eine operative Saugkürettage können hier sicher erfolgreich Abhilfe schaffen. Es gibt also keinen Grund, sich mit schweißnassen Achseln und den unangenehmen Folgen abzufinden.

Sichtbarer Achselschweiß grenzt aus

Wer kennt das nicht? Hässliche Schweißflecken entstehen nicht selten genau dann, wenn man sie am wenigsten gebrauchen kann. Beim ersten gemeinsamen Date, beim Vorstellungsgespräch oder auf einer wichtigen Konferenz. Häufig entsteht bei immer wieder durchlebten Situationen ein Teufelskreis, der nur schwer zu durchbrechen ist. Bereits die Angst vor peinlichem Achselschweiß und deutlich sichtbaren Schweißflecken lässt ebendiesen erst entstehen. Das vegetative Nervensystem, das unter anderem auch die Schweißdrüsen steuert, reagiert auf Stress, Angst und emotionale Belastungen mit erhöhter Schweißproduktion. Darauf können wir keinen Einfluss nehmen. Unerwünschter Achselschweiß kann zu peinlichen Situationen führen, die Einfluss auf zwischenmenschliche Beziehungen nehmen. So werden auch feuchte Hände gerne mal als Unsicherheit interpretiert und, wer schnell ins Schwitzen gerät, gilt als nicht belastbar.

Hyperhidrose – übermäßige Schweißproduktion

Jeder Mensch besitzt auf den Körper verteilt zwischen zwei und vier Millionen Schweißdrüsen. Je nach Körperzone sind auf einem Quadratzentimeter Haut 150 – 350 Schweißdrüsen angesiedelt. Eine besonders hohe Dichte weisen Achselhöhlen, Handflächen und Fußsohlen auf. Doch für eine Hyperhidrose ist nicht die Anzahl der Schweißdrüsen entscheidend. Zum Problem werden die Drüsen erst dann, wenn sie pathologisch, also krankhaft, viel Schweiß produzieren. Normalerweise produziert der Körper ohne körperliche Anstrengung am Tag zwischen 0,7 und 1,0 Liter Schweiß. Bei einer krankhaft erhöhten Schweißbildung kann dieser Wert in Extremfällen um ein Vielfaches höher liegen. In diesem Fall spricht man von einer Hyperhidrose. Der Begriff kommt aus dem Griechischen und setzt sich aus hyper = zu viel und hidros = Wasser zusammen. Bezieht sich die Hyperhidrose hauptsächlich auf die Achselhöhlen, ist von axillärer Hyperhidrose die Rede. In Deutschland sind etwa 5 – 10% der Menschen von Hyperhidrose betroffen.

Welche Ursachen stecken hinter der übermäßigen Transpiration?

Hyperhidrose ist auf eine Überaktivität der sogenannten ekkrinen Schweißdrüsen zurückzuführen. Sie sind hauptsächlich für die Kühlung der Haut zuständig. Meist ist übermäßiges Schwitzen uns bereits in die Wiege gelegt, also genetisch bedingt. Diese Fehlregulation des Nervensystems wird als primäre oder essentielle Hyperhidrose bezeichnet. Sie ist die häufigste Form der Hyperhidrose und zeigt sich spätestens bis zum 25. Lebensjahr.

Mitunter ist übermäßiges Schwitzen aber auch mit hormonell bedingten Krankheiten verbunden. So kann unter anderem eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse Auslöser für vermehrtes Schwitzen sein. Auch hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren sind mit übermäßiger Schweißbildung verbunden. Ebenso können neurologische oder psychische Ursachen zugrunde liegen. Auch Übergewicht und die Einnahme bestimmter Medikamente können mit einer Hyperhidrose in Zusammenhang stehen. Alle Formen übermäßigen Schwitzens, die nicht genetisch bedingt sind, werden unter einer sekundären Hyperhidrose zusammengefasst.

Übrigens haben auch bestimmte Speisen und Getränke schweißtreibende Wirkung. Menschen, die zu übermäßigem Achselschweiß neigen, sollten daher besser auf scharfe Speisen, häufigen Kaffeegenuss und hochprozentige Spirituosen verzichten.

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Achselschweiß – wenn Deodorant und Antitranspirant versagen

Die Bandbreite der auf dem Markt angebotenen Schweiß- und Geruchshemmer ist groß. Doch nicht immer führen die angepriesenen Deodorants, Sprays, Püderchen und Salben zum gewünschten Erfolg. Achselschweiß an sich ist vollkommen geruchlos. Erst wenn Bakterien durch oxidative Prozesse das Schweißsekret zersetzen, entsteht der typische stechende Schweißgeruch. Die Wirkung vieler Produkte beschränkt sich darauf, diesen Schweißgeruch zu neutralisieren, indem sie die Bakterienbesiedlung der Achselhöhle reduzieren. Achselnässe und in der Folge entstehende Schweißflecken können diese Deodorants nicht verhindern. Andere Produkte wie Antitranspirante zielen dagegen darauf ab, die Schweißproduktion zu hemmen. Diese Deodorants enthalten Aluminiumsalze, die die Ausgänge der Schweißdrüsen verstopfen. Die Folge: Es kann weniger Achselschweiß an die Hautoberfläche gelangen. Allerdings besitzen die darin enthaltenen Aluminiumteilchen eine hautreizende Wirkung. Zudem sind aluminiumhaltige Produkte jüngst in die Schlagzeilen geraten, da sie im Verdacht stehen, krebserregend zu sein. Eine dritte Produktgruppe sucht geruchshemmende und schweißreduzierende Wirkung miteinander zu kombinieren.

Doch bei Menschen, die an übermäßigem Achselschweiß leiden, können oft auch die besten Antitranspirante und Geruchshemmer auf Dauer wenig ausrichten. In diesem Fall stellen medizinische Behandlungsmethoden wie die operative Entfernung der Schweißdrüsen in den Achselhöhlen oder eine Blockierung der schweißauslösenden Nervenenden eine sehr gute Alternative dar.

Auch die sogenannte Iontophorese stellt eine nicht-operative Möglichkeit der Behandlung von übermäßigem Achselschweiß dar.
Dieses Verfahren stammt ursprünglich aus der Physiotherapie. Zwar wird diese Behandlung vorwiegend gegen schwitzende Hände und Füße eingesetzt, ist aber auch bei Achselschweiß wirksam. Bei der Behandlung wird ein nasser Schwamm auf die Achselhöhle aufgelegt. Er enthält eine Elektrode, die Gleichstrom an das Gewebe abgibt. Die Wirkungsweise ist noch nicht vollständig geklärt. Es wird angenommen, dass der Gleichstrom die Schweißdrüsen verengt und das Nervensystem mit der Zeit weniger Impulse zur Schweißbildung aussendet.
Der große Nachteil dieser Methode ist, daß die Iontophorese bei den meisten Patienten bereits nach wenigen Tagen, manchmal auch täglich, wiederholt werden muß, um eine ausreichende Wirkung aufrecht zu erhalten.

Die sichersten und bewährtesten Behandlungsmethoden gegen übermäßigen Achselschweiß stellen wir Ihnen nun im Detail vor.

Behandlung gegen Achselschweiß mit Botox

Den meisten Menschen dürfte Botox vor allem als Mittel zur Bekämpfung von Falten bekannt sein. Die Wenigsten wissen wohl, dass der Wirkstoff Botulinumtoxin A seit vielen Jahren auch in anderen medizinischen Bereichen erfolgreich eingesetzt wird – unter anderem zur Therapie von übermäßigen neurologischen Muskelkontraktionen. Die in der Ästhetisch-Plastischen Medizin eingesetzten Botulinumtoxin-Präparate finden in geringerer Konzentration Anwendung. Der für medizinische Zwecke zugelassene Wirkstoff Botox ist auch bei wiederholter Anwendung unbedenklich – immer vorausgesetzt die Behandlung liegt in fachkundiger Hand. Injektionen mit Botox können bei der übermäßigen Entwicklung von Achselschweiß wirksam Abhilfe schaffen und für trockene Achseln sorgen. Die Behandlung gilt als eine der sichersten und effektivsten nicht-operativen Methoden, um dem unerwünschten Schweißfluss Einhalt zu gebieten.

Doch wie kann ein Stoff, der zur Glättung von Falten dient, erfolgreich Achselschweiß verhindern? Botox bedient sich dabei eines einfachen Mechanismus. Schweiß entsteht durch einen bestimmten Botenstoff im Nervensystem – das Acetylcholin. Droht die Überhitzung des Körpers, erteilt das Gehirn den Befehl, den Botenstoff Acetylcholin auszuschütten. Der wiederum gibt an die Nervenenden der Schweißdrüsen das Signal, Schweiß zu produzieren. Das injizierte Botox unterbindet die Ausscheidung dieses Botenstoffs. Botox blockiert damit temporär die Reizübertragung an die Schweißdrüsen. Der Befehl kommt nicht an, die Schweißdrüsen sind inaktiv und die Achselregion bleibt zuverlässig trocken.

Der schmerzarme schnelle Eingriff gegen Achselschweiß dauert in der Regel nicht länger als 20 Minuten. In den meisten Fällen kann die Behandlung mit Botox ohne örtliche Betäubung durchgeführt werden. Bei besonders schmerzempfindlichen Menschen sorgt eine entsprechende Lokalanästhesie für eine schmerzfreie Behandlung. Nach der gründlichen Desinfektion der Achselhöhlen injiziert der Arzt mittels mehrerer Einstiche eine kleine, genau berechnete Dosis Botox unter die Haut. Nun dauert es 3 – 4 Tage, bis das injizierte Botox zu wirken beginnt. Von den meisten Menschen wird Botox sehr gut vertragen und löst nur sehr selten Nebenwirkungen aus. In Einzelfällen berichten Patienten von leichtem Juckreiz oder Rötungen. Diese Symptome sind vorübergehender Natur und geben sich erfahrungsgemäß nach wenigen Tagen. Der einzige Nachteil dieser Methode: Die Wirkung ist zeitlich begrenzt und fällt individuell unterschiedlich aus. Bei der Wirkdauer des Botox kann man durchschnittlich von einem Zeitraum von 5 – 10 Monaten ausgehen. Lässt die Wirkung nach, ist eine Folgebehandlung ohne weiteres möglich.

Die Fakten im Überblick:

  • sichere und effektive Methode
  • inaktiviert die Schweißdrüsen temporär
  • sehr nebenwirkungsarm
  • mit oder ohne Lokalanästhesie
  • schmerzarmer und schneller Eingriff
  • keine Ausfallzeiten
  • Eintritt der Wirkung nach 3 – 4 Tagen
  • Wirkungsdauer 5 – 10 Monate
  • Folgebehandlungen bedenkenlos möglich

Entfernen der Schweißdrüsen mit Saugkürettage

Eine weitere Möglichkeit, übermäßigen Achselschweiß erfolgreich zu behandeln, ist die Saugkürettage. Dieser minimalinvasive ambulante Eingriff wird nach einem ähnlichen Prinzip wie eine Fettabsaugung (Liposuktion) durchgeführt. Die Schweißdrüsen in der Achselhöhle sind in das subkutane (unter der Haut liegende) Fettgewebe eingebettet. Bei der Saugkürettage werden die Fettzellen mitsamt den im Gewebe sitzenden Schweißdrüsen entfernt. Dies geschieht durch Absaugen. Der weitgehend schmerzfreie Eingriff wird in sogenannter Tumeszenz-Lokalanästhesie durchgeführt. Wie bei einer Fettabsaugung bringt der Arzt zunächst über einen kleinen Hautschnitt eine spezielle Kochsalzlösung in das Gewebe ein. Die Tumeszenzlösung hat die Aufgabe, die Fettzellen zu lockern und bewirkt gleichzeitig eine lokale Betäubung, die die Achselhöhle schmerzunempfindlich macht. Nach einer kurzen Einwirkzeit haben sich die Fettzellen nahezu verflüssigt und können zusammen mit den Schweißdrüsen über eine feine Kanüle abgesaugt werden. Allerdings ist die gänzliche Entfernung aller Schweißdrüsen nicht immer möglich. Trotzdem ist mit diesem Verfahren eine Reduzierung des Achselschweißes um über 90 % zu erreichen. Die kleinen Hautschnitte verheilen meist problemlos und hinterlassen keine auffälligen Narben.

Der weitgehend schmerzfreie Eingriff belastet kaum den Organismus und birgt nur sehr geringe Risiken. Zu den wenigen möglichen Nebenwirkungen zählen vorübergehende Schwellungen und Blutergüsse. Selten kommt es zu Wundheilungsstörungen, vorübergehenden Empfindungsstörungen der Haut oder auch zu Taubheitsgefühl. Ein Vorteil: Dieser Eingriff wird häufig von privaten Krankenkassen übernommen.

Die Fakten im Überblick:

  • minimalinvasives Verfahren
  • dauerhafte Entfernung der Schweißdrüsen
  • schmerzarmer Eingriff
  • kleine Hautschnitte ohne auffällige Narbenbildung
  • ambulant mit Lokalanästhesie
  • geringe Risiken, nebenwirkungsarm
  • keine Ausfallzeiten

Welche der hier vorgestellten Methoden jeweils die richtige für den Betroffenen ist, lässt sich in einem ausführlichen Beratungsgespräch klären. Hier spielen individuelle Faktoren, Möglichkeiten und Vorstellungen jedes Patienten eine bedeutende Rolle.

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