Veränderte soziale Wahrnehmung nach einer Schönheits-OP

Veränderte soziale Wahrnehmung nach einer Schönheits-OP
5 (100%) 1 Bewertungen

Können schönheitschirurgische Maßnahmen Einfluss darauf nehmen, wie wir von anderen Menschen wahrgenommen werden? Darauf gibt eine beispiellose Studie Antwort, die Mediziner in den USA durchführten. Sie belegt, dass Patientinnen, die ihr Gesicht chirurgisch verändern ließen, für sympathischer, attraktiver und femininer – aber auch sozial kompetenter gehalten werden.

Dass es bei einer Schönheits-OP nicht nur um jugendlicheres Aussehen geht, dürfte kaum jemanden überraschen. Schon lange wird über Ziele und Auswirkungen eines plastisch-ästhetischen Eingriffs geforscht und gestritten. Immer wieder zeigen Studien und Forschungsergebnisse, dass eine Schönheitsoperation durchaus beachtenswerte Aspekte hat. Wie wir bereits im Blogartikel „Messbar mehr Lebensfreude, Zufriedenheit und Lebensqualität durch Plastische und Ästhetische Chirurgie“ zeigen konnten, wirkt sich eine Schönheitsoperation nachweislich positiv auf die Selbstwahrnehmung aus. Im aktuellen Artikel wollen wir untersuchen, welche Auswirkungen ein verschönernder Eingriff im Gesicht auf die Fremdwahrnehmung hat. Dazu ziehen wir eine Studie heran, die jüngst am Georgetown University Medical Center in Washington durchgeführt wurde.

Einzigartige Studie mit erstaunlichem Ergebnis

Die Studie war die erste ihrer Art und untersuchte retrospektiv die veränderte Fremdwahrnehmung nach einer operativen Gesichtsverjüngung. An der Studie nahmen 30 Patientinnen teil, die verschiedenen Eingriffen unterzogen wurden. Dazu gehörten Facelifts, Korrekturen der Ober- oder Unterlider (Blepharoplastik), die Anhebung der Augenbrauen, Halsliftings sowie das Einbringen von Implantaten am Kinn.

Den Testpersonen wurden Bilder von Patientinnen vorgelegt, die sie entweder vor oder nach der Operation zeigten. Die Aufgabe der wechselnden Probanden bestand darin, ein sogenanntes „Gesichtsprofiling“ vorzunehmen. Dabei ging es darum, Ausstrahlung, Eigenschaften, Fähigkeiten und Persönlichkeit der abgebildeten Person zu beurteilen. Jedes der Bilder wurde mindestens 24 verschiedenen Testpersonen zur Beurteilung vorgelegt. Sie sollten einschätzen, ob jemand extrovertiert oder eher in sich gekehrt ist – ob die Person aggressiv oder vertrauenswürdig, sympathisch oder unsympathisch wirkt. Auch nach der vermeintlichen Sozialkompetenz der betreffenden Person wurde gefragt. Um Wiedererkennung und damit Beeinflussung zu vermeiden, wurden keinem Probanden Bilder ein und derselben Person, die sie vor und nach der Schönheitsoperation zeigten, vorgelegt. Auch wussten die Testpersonen nicht, dass bzw. ob die abgebildete Person sich einer Schönheits-OP unterzogen hatte.

Deutliche Veränderung der Wahrnehmung

Das Ergebnis der Studie war verblüffend und eindeutig – die Wahrnehmung der Person wurde durch die chirurgische Maßnahme signifikant verändert. Vier von acht zur Auswahl stehenden Eigenschaften wurden durch die operative Korrektur des Gesichts deutlich beeinflusst. Die Probanden nahmen die Gesichter der behandelten Patientinnen als sympathischer, attraktiver und femininer wahr. Auch wurde den Frauen nach dem Eingriff eine weit höhere soziale Kompetenz zugeschrieben. Zudem wurde die abgebildete Person öfter als zuvor als vertrauenswürdig eingestuft. Besonders beeindruckende Ergebnisse waren nach einem Facelift und der Korrektur der unteren Augenlider zu verzeichnen.

Sich selbst und sein äußeres Erscheinungsbild zu akzeptieren und zu mögen, ist unverzichtbare Grundlage für ein gesundes Selbstbewusstsein und ein sicheres Auftreten. Es ist bekannt, dass eine verschönernde Maßnahme zu einer positiv veränderten Selbstwahrnehmung beitragen und dadurch die Basis für mehr Selbstvertrauen schaffen kann. Wie die Studie zeigt, geht die Wirkung einer Schönheits-OP jedoch weit darüber hinaus – denn sie beeinflusst auch signifikant die Fremdwahrnehmung. Wenn wir bedenken, dass unser Leben zu einem großen Teil davon bestimmt wird, wie wir von anderen wahrgenommen werden, ist diese Tatsache nicht hoch genug zu bewerten.

Schönheit hat Einfluss auf das soziale Ansehen

Schönheitschirurgen sehen sich einer erweiterten Aufgabenstellung gegenüber, die weit über die bloße Verjüngung des Gesichts hinausgeht – denn sie ist nur ein Aspekt unter vielen. Es geht bei einer Schönheitsoperation auch darum, einen insgesamt positiven Gesamteindruck des Gesichts zu erreichen, der seine Wirkung auf unser soziales Umfeld nicht verfehlt. Viele Frauen, die sich zum Beispiel für ein Facelift entscheiden, haben mit abgesunkenen Hautpartien im Gesicht zu kämpfen. Sie lassen sie müde und erschöpft aussehen, auch wenn sie es gar nicht sind. Anliegen dieser Frauen ist es nicht nur jünger auszusehen – sie hegen auch den Wunsch, ihr Äußeres möge wieder ihr inneres Empfinden widerspiegeln. Ein professionell durchgeführtes Facelift kann diesen Wunsch erfüllen und dafür sorgen, dass das Gesicht wieder die richtigen Signale aussendet.

Mehr Fragen zum Thema Schönheits-OP? Jetzt Beratungstermin vereinbaren!

Die Entscheidung über unsere Person fällt im Gesicht

Bei der ersten Begegnung zwischen zwei Menschen stehen sich Sender und Empfänger von Signalen gegenüber, die blitzschnell ausgewertet und eingeordnet werden. Dieser Vorgang verläuft vollkommen unbewusst und entzieht sich gänzlich unserer Kontrolle. Die Einschätzung des Gegenübers erfolgt in Sekundenschnelle und entscheidet darüber, ob dieser Mensch uns sympathisch findet oder für kompetent erachtet. Für den ersten Eindruck, den andere von uns gewinnen, ist in erster Linie unser Gesicht verantwortlich. Hier findet die Kontaktaufnahme primär statt – wir schauen unserem Gegenüber zunächst in die Augen, dann wandert unser Blick zum Mund. Das Gehirn scannt den Gesamteindruck eines Gesichts in Windeseile und wirft sogleich ein Ergebnis aus. Ob der Daumen nach oben oder nach unten zeigt – das Urteil wird später nur äußerst selten revidiert. Je positiver also die Signale, die unser Gesicht aussendet, desto positiver auch die Einschätzung unseres Gegenübers. Und desto größer auch die Chancen bei unseren Mitmenschen – ob privat, beruflich oder gesellschaftlich.

Das Gesicht sendet Signale aus

Doch welche Merkmale in unserem Gesicht sind es, die positive oder negative Einschätzungen unseres sozialen Umfelds bewirken? Der Gesamteindruck, den unser Gesicht hinterlässt, setzt sich aus vielen kleinen Komponenten und Nuancen zusammen. Jede Gesichtspartie trägt gleichermaßen ihr Puzzleteil zum Gesamtbild bei und beeinflusst, wie wir auf andere wirken. Betrachten wir nun jede Gesichtspartie und ihre mögliche Wirkung einmal einzeln.

Die Augen

Unsere Augen stehen bei einem Kontakt immer zuerst im Fokus und spielen eine zentrale Rolle bei der menschlichen Kommunikation. Wie eine psychologische Studie zeigt, entscheiden sie unter anderem darüber, ob wir jemanden als attraktiv oder vertrauenswürdig ansehen. Leider sprechen die viel zitierten „Spiegel der Seele“ auch Bände, wenn sich altersbedingte Veränderungen wie Schlupflider oder Tränensäcke bemerkbar machen. Die unschönen Hautfalten geben unseren Augen einen müden und erschöpften, manchmal sogar schläfrigen Ausdruck, der selbst durch ein freundliches Lächeln kaum abzumildern ist. Durch eine chirurgische Korrektur der Lider (Blepharoplastik) lassen sich die Vorzeichen umkehren – aus negativen werden positive Signale. Die Augen machen postoperativ einen aufmerksameren, deutlich wacheren Eindruck und gewinnen an Strahlkraft. Das Gesicht wirkt insgesamt dynamischer und energiegeladener und wird auch entsprechend wahrgenommen und beurteilt.

Die Augenbrauen

Die Augenbrauen bilden optisch eine Einheit mit den Augen. Je nach Form und Ausprägung können sie die Wirkung unserer Augen potenzieren oder dämpfen. Während die Augenbrauen in jungen Jahren meist in einem schwungvollen Bogen verlaufen, sinken sie durch den natürlichen Alterungsprozess langsam ab, verlieren an Schwung und bilden im schlechtesten Fall eine gerade Linie. In unserer Mimik signalisieren Augenbrauen, die wie ein Strich verlaufen, Negatives. Denn diese Form nehmen unsere Augenbrauen an, wenn wir besorgt, missgestimmt oder schlecht gelaunt sind. Entsprechend grimmig und abweisend wirken wir auf unsere Mitmenschen. Gehen abgesunkene Augenbrauen gar mit aufgequollenen Schlupflidern einher, verstärkt sich dieser Eindruck noch. Schon eine minimale chirurgische Anhebung der Augenbrauen im mittleren Bereich kann unseren Gesichtsausdruck positiv verändern. Das Gesicht wirkt nach einer Augenbrauenkorrektur deutlich interessierter und wacher – wir machen einen aufgeschlossenen Eindruck. Neuerdings kann dieser schöne Effekt sogar ohne Operation, nämlich mit einem Fadenlifting erzielt werden.

Die Lippen

Auch unsere Lippen tragen wesentlich dazu bei, wie andere Menschen uns beurteilen. Besonders der weibliche Mund steht im Mittelpunkt des Interesses, denn Lippen gelten als Symbol sinnlicher Feminität. Doch Lippen können auch ganz andere Signale aussenden – wenn auch ganz ungewollt. Mit zunehmendem Alter produziert unser Gewebe immer weniger Kollagen, Elastin und Hyaluron. Es bilden sich Falten, Haut und Gewebe erschlaffen und verlieren deutlich an Fülle. Davon bleiben auch die Lippen nicht verschont. Mit jedem gelebten Jahr büßen sie unmerklich an Volumen ein und werden stetig schmaler. An der Oberlippe bilden sich senkrechte Fältchen und abgesunkene Hautpartien an den Wangen ziehen die Mundwinkel leicht nach unten. Diese Veränderungen können uns einen strengen missmutigen Ausdruck geben, der von unserem Gegenüber als negativ wahrgenommen wird. Gezielte Behandlungsschritte, die miteinander kombinierbar sind, sorgen wieder für eine positive weibliche Ausstrahlung. Eine leichte Aufpolsterung gibt Lippen ihre natürliche Fülle zurück. Abgesunkene Mundwinkel lassen sich je nach Ausprägung selektiv oder im Rahmen eines Facelifts oder auch mit Botulinumtoxin leicht anheben. Fältchen lassen sich durch Unterspritzung mildern.

Die Wangen

Erschlafftes Gewebe führt zu einem Absinken der Gesichtsstrukturen, was sich besonders deutlich im Wangenbereich manifestiert. Verlieren die Wangen an jugendlicher Fülle, sacken sie deutlich ab. Mit den Jahren bilden sich tiefe Nasolabialfalten, die bisweilen bis zum Kinn hinabreichen. Die Mundwinkel werden nach unten gezogen und die Kinnlinie verliert an Kontur. Mitunter entstehen regelrechte Hängebäckchen. Das führt zu einer optischen Verbreiterung der unteren Gesichtspartie – die Folge ist eine Umkehrung des sogenannten „Schönheitsdreiecks“. Eine jugendliche Gesichtsform zeigt ein auf dem Kopf stehendes Dreieck, das gemeinhin als schön empfunden wird. Abgesunkene Gesichtsstrukturen, akzentuierte Nasolabialfalten, hängende Mundwinkel und eine konturenlose Kinnlinie geben unserem Gesicht einen griesgrämigen, unglücklichen und verbitterten Ausdruck, der seine Wirkung auf unser soziales Umfeld leider nicht verfehlt. Ein Facelift repositioniert abgesunkenes Gewebe und sorgt so nicht nur für ein deutlich jugendlicheres Aussehen, sondern auch für eine positive Ausstrahlung, die ‚ja‘ zum Leben sagt.

Hals und Kinn

Am Hals machen sich Alterungserscheinungen besonders schnell bemerkbar – nicht umsonst heißt es, dass man das Alter einer Frau am besten am Hals ablesen kann. Durch nachlassende Elastizität der äußerst feinen Haut bilden sich unansehnliche Falten aus überschüssigem erschlafftem Gewebe. Im fortgeschrittenen Stadium wird dieser Zustand auch als Truthahnhals bezeichnet. Meist betreffen diese Veränderungen auch das Kinn. Es entwickelt sich ein Doppelkinn und/oder die Kinnlinie verliert an Kontur. Ein faltiger Hals und der Verlust der Kinnkonturen lassen uns gealtert, verbraucht und ausgelaugt aussehen. Mit einem chirurgischen Halslifting, das gegebenenfalls mit einer Konturierung der Kinnlinie kombiniert werden kann, lassen sich diese Anzeichen frühzeitiger Alterung effektiv bekämpfen. Frauen mit jugendlich straffem Hals wirken frischer, unverbrauchter und leistungsfähiger. Auch läßt sich das Hautbild im Halsbereich mit der Unterspritzung einer hautstraffenden Hyaluronsäure verbessern.

Die Nase

Zu breit, zu groß oder zu klein – vielleicht auch schief oder mit einem Höcker versehen? Eine Nase, die sich nicht harmonisch in die Gesichtsproportionen einfügt oder eine ungewöhnliche Form besitzt, wird ungewollt zum Hingucker. Jeder Mensch verfügt über ein natürliches Empfinden für Schönheit und empfindet Ungleichgewichte als unangenehm. Dem liegt ein universeller Schönheitsbegriff zugrunde, bei dem es um harmonische Proportionen und Symmetrie geht. Nur wenn sich diese Parameter im Gleichgewicht befinden, empfinden wir etwas als schön. Die Korrektur einer schlecht proportionierten oder unförmigen Nase kann unseren Gesichtsausdruck ganz wesentlich zum Positiven verändern.

Urinstinkt aus alten Zeiten

Doch warum verknüpfen wir ein attraktives Äußeres unwillkürlich mit sozialer Kompetenz und positiven Eigenschaften und ziehen gar Rückschlüsse auf den Charakter eines Menschen, ohne ihn zu kennen? Hier hilft ein Blick zurück in unsere Evolutionsgeschichte, denn wie wir unser Gegenüber wahrnehmen, fußt auf einem Urinstinkt aus Jäger- und Sammlertagen, der in unseren Genen fortlebt. Damals galt es, sein Gegenüber beim ersten Aufeinandertreffen blitzschnell einzuordnen. Sofort einzuschätzen, ob jemand freundlich gesonnen oder gefährlich ist, sicherte das Überleben. Nur die Durchsetzungsfähigsten, Attraktivsten und Tatkräftigsten hatten eine Chance, ihre Gene weiterzugeben und kamen bei der Partnerwahl infrage. Schwächliche und kränklich wirkende Individuen fanden keine Beachtung. Das gilt mit Einschränkungen noch heute: Nur wem wir etwas zutrauen, schenken wir auch unser Vertrauen.

So sehr wir es auch mögen wollen – das automatische Einordnen einer Person durch unser Gehirn können wir nicht willentlich beeinflussen. Es funktioniert ähnlich wie das „Kindchenschema“, das kleine Lebewesen, ob Mensch oder Tier, vor der Aggression seiner Artgenossen schützt. Kindliche Proportionen – rundlicher Kopf, große Augen, kleine Nase – lösen einen Schlüsselreiz aus, der uns das Lebewesen als süß und niedlich empfinden lässt und den Beschützerinstinkt in uns weckt.

Ein kurzes Fazit

Keiner ist frei davon, sein Gegenüber schon bei der ersten Begegnung unbewusst zu kategorisieren und ihm bestimmte Fähigkeiten zuzuschreiben oder abzusprechen. Umso bedeutender ist die Erkenntnis, dass schon kleine Veränderungen in unserem Gesicht die Wahrnehmung unseres sozialen Umfelds zum Positiven verändern können. Schönheitsoperationen können also Einfluss auf den Verlauf unseres gesellschaftlichen Lebens und den beruflichen Erfolg nehmen. Nichtsdestotrotz will eine Schönheitsoperation gut überlegt sein und gehört auf jeden Fall in die Hände eines ausgewiesenen Experten. Ein erfahrener Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie weiß um die Tragweite eines solchen Eingriffs. Er wird mit seinen Patienten ein Behandlungsziel festlegen, das sowohl der Selbstwahrnehmung als auch der Fremdwahrnehmung Rechnung trägt und nicht künstlich wirkt.

Mehr Fragen zum Thema Schönheits-OP? Jetzt Beratungstermin vereinbaren!

Comments are closed.